Endlich!
Die Temperaturen steigen über 15 Grad, die Bäume wagen ein zartes Treiben
und der Frühjahrsputz ist beendet, sprich: Wir dürfen raus! Natürlich
kann man stundenlang über frisch ergrünte Wiesen hüpfen, aber irgendwann,
vor allem nach einem langen Tag mit Garten- oder Balkonbepflanzungsarbeit,
möchte man sich auch mal niederlassen. Den weißen Plastikklappstuhl
aus dem Baumarkt kennt jeder. Aber wie richtet man sich ein, wenn man
auch auf der Terrasse Trends setzen möchte?
Auch
Außenmöbel sind gewissen Moden unterworfen. Der koloniale Klassiker
schlechthin ist aber der Korbstuhl, sommerlich geflochten und mit Rattan
stabilisiert. Nachteil in unseren Breiten: er ist recht wasserempfindlich,
sollte also abends oder vor dem nächsten Aprilschauer lieber ins Trockene
gerettet werden. Mittlerweile gibt es aber Korbstühle (oder ganze „Geflechtmöbel“-Sitzgruppen)
auch aus Kunststoff wie z.B. Bestolan auf einem Gestell aus Aluminium,
da kann man sich die Schlepperei sparen – nur die Polster sollten vor
dem Regen geschützt werden.
Wenn es doch pure Natur sein soll: Etwas weniger sensibel als Korbgeflecht und mittlerweile oft auch erschwinglich sind zum Beispiel Teakholzmöbel. Das sind die, die am Anfang warmbraun wirken und dann durch die Witterung ein zartes Silbergrau annehmen. Die Hersteller versprechen eine unerreichte Widerstandfähigkeit gegen Wind und Wetter, sogar gegen Frost. Allzu nachlässig sollte man in der Pflege trotzdem nicht sein: Eine gelegentliche Lasur tut dem Holz gut. Achten Sie darauf, dass die Teakmöbel aus Plantagenanbau kommen – damit Ihr Umweltgewissen nicht mit der Abholzung des Regenwaldes belastet wird. Auch die einheimische Robinie gilt im Übrigen als sehr robust, sie schafft mit ihrem rötlichen Farbton einen leuchtenden Akzent in jedem Garten. Wenn die Beschläge und Schrauben der Tische und Stühle verzinkt sind, sind auch sie witterungsbeständig.
Edelhölzer
hin oder her, nicht jeder kann sich solch massiven Luxus leisten. Der
Trend bei Gartenmöbeln geht sowieso hin zur Farbe, sprich: zur Lackierung.
Von kiwigrün bis Knallpink reichen die neuen Entwürfe der Designer,
ganz passend zu den bunten Cocktails der Saison. Wer bei diesen farbenfrohen
Stücken keinen Appetit auf Sommer bekommt, der darf als echter Winterschläfer
gelten. Praktisch klappbar sind sie noch dazu, denn jeder Zentimeter
des Balkons sollte genutzt werden.
Noch futuristischer geht es freilich zu, wenn man sich ganz zur Kunststofffraktion schlägt. Da werden selbst aus Gummischläuchen Gartentische, die nicht nur federleicht, sondern tatsächlich von einer Ecke des Gartens zur anderen rollbar sind (siehe das Beispiel „Donut“ im Bild). Da ist der Sportfaktor gleich integriert.
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