Damit der Funke nicht überspringt

Brandschutz in den eigenen vier Wänden ist überlebenswichtig

Zigarette auf PapierGarage: Schauen Sie sich Ihre Garage an! Sind bei Ihnen verschiedenste Sachen auf engstem Raum untergebracht? Öligen Putzlappen, ausgetrocknete Farbreste, verschiedene Lackdosen, Lösungsmittel, Holzvorrat oder Rasenmäher mit gefülltem Tank? Schlecht, weil gefährlich. Wird die Garage als Werkstatt genutzt, können z.B. bei Schleifarbeiten ölige Putzlappen unbemerkt entzündet werden. Was zunächst als Schwelbrand beginnt, führt weiter zum Entstehungsbrand und kann auf die ganze Garage übergreifen.

Tipp: Halten Sie Ordnung. Verwenden Sie kein offenes Feuer. Lassen Sie niemals Treibstoffe und Lösungsmittel offen herumstehen. Sollten Sie doch einmal feuergefährliche Arbeiten vornehmen, so halten Sie Ihren Arbeitsbereich frei und stellen ein geeignetes Löschmittel bereit.

Kinder: 30% aller fahrlässig verursachten Brände entstehen durch Kinderhand. Kinder können der Versuchung, ein Feuer zu entfachen, schwer widerstehen. Was Erwachsene vormachen, wollen Kinder nachmachen. Sie ahmen Ihre Eltern nach, die Kerzen anzuzünden, eine Zigarette in Brand zu setzen und das Holz im Kamin zum Brennen zu bringen. Das größte Problem ist, die Erwachsenen haben Erfahrung mit dem Feuer, die Kinder aber nicht.

Tipp an die Eltern: Üben Sie mit Ihren Kindern den richtigen Umgang mit dem Feuer. Zeigen Sie Ihren Kindern, wie man ein Streichholz oder ein Feuerzeug gefahrlos entzündet. Lassen Sie Ihr Kind z.B. die Geburtstagskerzen anzünden. Schließen Sie Streichhölzer und Feuerzeuge weg.

Fernsehgerät: Wenn Sie Ihr Fernsehgerät nicht passgenau in die Schrankwand eingebaut haben, dann kann es gefährlich werden. Ein Fernsehgerät braucht "Luft zum Atmen".

Tipp: Vermeiden Sie die Überhitzung des Fernsehgerätes, indem Sie auch in der Schrankwand durch ausreichenden Freiraum für die notwendige Belüftung sorgen. Auch Ihr Fernsehgerät fühlt sich freistehend wohler. Kommt es trotz aller Vorsichtsmaßnahmen dennoch zum Brand, ziehen Sie den Netzstecker, werfen Sie eine Decke über das Gerät, um die Flammen zu ersticken.

Küche: Was in einer Küche alles brennen kann? Eine ganze Menge: z.B. Ihre Einbauschränke oder die Dunstabzugshaube, die bei manchen voller Fett sein soll. Gerade Fett ist eine der häufigsten Brandursachen in Küchen. Wenn Sie Fett zu lange in Ihrer Pfanne oder dem Topf erhitzen, kann es passieren, dass es sich entzündet. Jetzt kann es zu einer falschen Reaktion kommen: Wasser wird über das brennende Fett gegossen. Dabei verdampft das Wasser schlagartig, steigt nach oben und reißt das brennende Fett mit. Die dabei entstehende meterhohe Stichflamme entzündet die Gegenstände in der Umgebung oder führt zu schrecklichen Verbrennungen.

Emil sagt...Tipp: Wenn das Fett brennt, schieben Sie von der Seite den Deckel über die Pfanne, damit ersticken Sie das Feuer. Nun können Sie vorsichtig die heiße Pfanne ins Freie tragen und sie dort abkühlen lassen. Lassen Sie niemals heißes Fett aus den Augen. Muss die Küche verlassen werden, nehmen Sie die Pfanne oder den Topf von der Herdplatte.

Hobby und Freizeit: Sie sind Hobby-Heimwerker und der Stolz Ihrer Wohnung ist eine Heimwerkstatt? In Heimwerkstätten wird der Feuerabend allzu oft zum "Feuerabend". Das Wichtigste: halten Sie Ordnung! Nie offene Klebstoffbehälter stehen lassen,. Bohrmaschinen, Schleifgeräte und Stichsäge ständig überprüfen. Blanke Kabel darf es nicht geben. Geräte nur selbst reparieren, wenn Sie sich auskennen. Laienhaft reparierte Geräte haben schon manchen Brand verursacht.

Tipp: Stellen Sie bei feuergefährlichen Arbeiten, wie Schweißen, Schleifen, Löten usw. Löschmittel bereit. Ein Feuerlöscher gehört in jede Heimwerkstatt. Lösungsmittel und Farben entwickeln giftige und brennbare Gase. Sorgen Sie für ausreichende Lüftung. Rauchen Sie nicht während der Arbeit. Befindet sich die Heimwerkstatt im Keller, überzeugen Sie sich, ob die Rettungswege frei sind.

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