
Ob im Heizofen, im Kamin oder auf DVD — brennendes Holz fasziniert.
Die Nutzung als Brennstoff ist obendrein auch noch CO2-neutral.
(Foto: www.photocase.de/Björnche)
Pellets: gepresstes Heizholz
Das vergleichsweise günstigste Feuerholz gibt es in Form von Holzbriketts
und sogenannten Pellets, kleinen Presslingen aus getrocknetem naturbelassenem
Restholz wie z.B. Hobelspänen oder Sägemehl. Diese können im Preis-Heizwert-Verhältnis
mit Heizöl mehr als konkurrieren. Zum Vergleich: 100 Liter Heizöl kosten
ca. 90 Euro, den gleichen Heizwert erzielt man mit 240 Kilogramm Pellets,
die aber nur ungefähr 50 Euro kosten. Auch wenn Kesseltechnik und Wartung
bei Holzheizungen teurer sind, lohnt sich für Hauseigentümer der Vergleich.
Neben Pellets und Holzbriketts sind Ofenholz-Scheite für den heimischen Kaminofen am weitesten verbreitet. Das gespaltene Holz hat zwar einen geringeren Brennwert, punktet aber mit optischem Eindruck und angenehmem Geruch. Experten sprechen dem Holz der Esche das schönste Flammenbild zu, Buche und Birke duften am besten. Hier schlägt der Raummeter im Brennstoffhandel je nach Holzart mit Preisen zwischen 45 und 75 Euro zu Buche.
Kuschelige Kaminöfen
Vor allem im Wohnzimmer wird der moderne, durch eine Glasscheibe gesicherte
Kaminofen als Ergänzung zur Zentralheizung immer beliebter. Dabei müssen
auch Mieter auf die wohlige Wärme und die gemütliche Atmosphäre von
Holzöfen nicht verzichten: Wenn Schornsteinfegermeister und Vermieter
zustimmen, ist der Betrieb in der Wohnung durchaus möglich.
Brennholz kaufen oder schlagen?
Brennholz kann man außer im Fachhandel zu ähnlichen Preisen auch direkt
bei den vier Berliner Forstämtern in Tegel, Pankow, Köpenick und dem
Grunewald kaufen. Die Forstämter haben vor zwei Jahren aus ihrer Personal-not
eine Tugend für die Bürger gemacht. Nachdem immer weniger Personal
zur Verfügung stand, ist es den Berlinern nun möglich, ihr Holz selbst
zu schlagen.
Allerdings sind die Auflagen sehr streng: Interessierte müssen beim Holzfällen Schutzkleidung tragen und einen speziellen Motorsägenführerschein vorweisen, den man z.B. in der „Waldschule Zehlendorf“ kostenpflichtig absolvieren kann.
Holz
ist CO2-neutral
Das geschlagene Holz sollte nach dem Fällen zwei Jahre lang trocken
lagern, bevor es im Kamin landet. Erst dann ist der Wassergehalt im
Holz auf 15 Prozent gesunken. Die Kaminbesitzer können sich dann am
Flammenspiel und am sauberen Gewissen erwärmen: Denn weil Holz bei
der Verbrennung nicht mehr CO2 abgibt, als der Baum bei
seinem Wachstum aufgenommen hat, gilt dieser nachwachsende Rohstoff
als CO2-neutral.
Lässt die Wohnung keine Form der Holzheizung zu, bleibt nur eine Chance auf das knisternde Flackern: Eine Kaminfeuer-DVD für die Flimmerkiste erwärmt zumindest das Herz.
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