Der nette Enkel?
Diebe und ihre Tricks…
Die Berliner Kriminalstatistik beweist: immer häufiger verschaffen
sich Diebe mit Tricks Zugang zur Wohnung und stehlen wertvolle Gegenstände.
Opfer sind fast ausschließlich ältere Menschen, die gutgläubig
helfen möchten. Die Trickdiebe benutzen dabei immer wieder die
gleichen Tricks. Damit Sie sich und Ihre Verwandten besser schützen
können, hier eine Übersicht über die Tricks mit Tipps,
wie Sie sich verhalten sollten.
Vorgetäuschte Notlage
- Glas-Wasser-Trick: Frauen täuschen Übelkeit,
Schwangerschaft oder ähnliches vor und fragen nach einem Glas
Wasser.
- Papier-und-Bleistift-Trick: Täter wollen
für angeblich nicht angetroffene Nachbarn eine Nachricht schreiben,
fragen nach Stiften, drängen auf Schreibgelegenheit in der Wohnung,
bitten das Opfer, die Nachricht zu schreiben.
- Blumen- oder Geschenk-Trick: Täter wollen
für angeblich nicht angetroffene Nachbarn Blumen o.ä. abgeben,
drängen darauf, ein Geschenk zu verwahren oder eine Nachricht
zu schreiben.
- Weitere Tricks: Telefonbenutzung wg. Autopanne,
Erkrankung, Toilettenbenutzung, Baby wickeln etc.
› Tipps: Öffnen Sie nie die
Tür. Selbst nach Hilfe telefonieren oder Schreibzeug etc. hinaus
reichen. Tür geschlossen halten. Nichts für Nachbarn ohne
deren Auftrag entgegennehmen.
Vorgetäuschte amtliche Eigenschaft
- Angebliche Mitarbeiter von Elektrizitäts-, Gas- oder Wasserwerken,
von der Hausverwaltung, Kirche, Krankenkasse, Rentenversicherung, Polizei,
Post, vom Sozialamt usw.
› Tipps: Von Amtspersonen den Dienstausweis
fordern und sorgfältig prüfen (Druck, Foto, Stempel). Im
Zweifel vor Einlass bei der Behörde anrufen - Telefonnummer selbst
heraussuchen. Nur Handwerker einlassen, die Sie selbst bestellt haben
oder die von der Hausverwaltung angekündigt wurden.
Vorgetäuschte persönliche Beziehung
- Täter bestellen angebliche Grüße von Verwandten,
ehemaligen Kollegen, Nachbarn, oder „falsche Unglücksboten“ überbringen
die Nachricht über die angebliche Notlage oder Unfall eines Angehörigen.
- „Enkeltrick“: Täter rufen ältere
Menschen an und geben sich als Verwandte – v.a. Enkel – in
einer finanziellen Notlage aus. Der angebliche Verwandte ist bei einer
Zusage stets verhindert, das Geld selbst abzuholen: Der Täter
oder ein Komplize tritt dann als Vertrauensperson auf, die sich mit
einem vereinbarten Kennwort identifiziert und dann das Geld nimmt.
› Tipps: Rufen Sie die Ihnen bekannte,
nicht die vom Anrufer angegebene Telefonnummer an. Bei Zweifeln sofort
die Polizei informieren. Der „Vertrauensperson“ des angeblichen
Verwandten niemals Geld geben. Anzeige erstatten, auch wenn man schon
auf den Trick hereingefallen ist.
Auskunft zum Thema Trickdiebstahl erhalten Sie rund
um die Uhr unter (030) 4664 – 4664