Und noch ein Pass … der Energieausweis kommt

Neuer Pass soll Mieter und Vermieter über den genauen Energieverbrauch aufklären

Bei elektrischen Haushaltsgeräten, wie Waschmaschinen oder Kühlschränken sind Nachweise des Energieverbrauchs inzwischen eine Selbstverständlichkeit. Auf einen Blick verrät das Gütesiegel, ob es sich um ein energiesparendes Gerät handelt oder nicht. Da dies klug ist, wird nun auch im Immobilienbereich ein "Ausweis über die Gesamtenergieeffizienz von Gebäuden" eingeführt – der Energiepass.

Wie funktioniert er? Zahlreiche Faktoren, neben Gebäudeform und Himmelsrichtung insbesondere die Wärmedämmung und die Anlagentechnik, werden berücksichtigt. Man geht dabei von durchschnittlichen meteorologischen Randbedingungen (Temperatur, Sonneneinstrahlung) aus und legt eine Standardnutzung zugrunde.

Wer muss ihn haben? Jeder, der ein Gebäude verkaufen oder neu vermieten will. Denn mit Inkrafttreten der neuen Energieverordnung (2007 oder 2008) ist der Energiepass zwingend vorgeschrieben.

Wer sollte ihn haben? Alle! Auf der einen Seite die Eigentümer, die eine Wertsteigerung ihrer Immobilie durch sinnvolle Modernisierungsmaßnahmen erreichen und deren Engagement durch einen Energiepass dokumentiert wird. Auf der anderen Seite die Mieter, die vor Anmietung über die Wohnung bereits Auskunft über die zu erwartende so genannte „zweite Miete“ erhalten. Und nicht zuletzt natürlich auch die Umwelt, wenn es durch die Einführung des Energiepasses zu geringeren Emissionen kommt.

Was enthält er? Die wichtigsten Kenndaten:

Wer stellt ihn aus? Um zu einem Energiepass zu kommen, soll in Zukunft niemand ein Amt oder eine Behörde bemühen müssen. Das Verfahren soll formalisiert sein. Der Hauseigentümer beauftragt einen Architekten, Ingenieur oder qualifizierten Handwerker, der kommt ins Haus, nimmt das Gebäude auf und erstellt einen Energiepass. Der wird dem Eigentümer übergeben oder zugeschickt. Informieren Sie sich am Besten aber noch einmal beim Bund der Energieverbraucher darüber, wer den Energiepass ausstellen darf.

Was wird er kosten? Das steht noch nicht fest, aber der Preis wird ca. 250 € betragen.

Mehr Informationen auf www.deutsche-energie-agentur.de und www.energieverbraucher.de

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