Eine Birne spaltet die Nation

Die Energiesparlampe im Feldzug gegen den Klimawandel

In Australien ist es schon beschlossene Sache: Die Energiesparlampe hält Einzug in australische Wohnzimmer – alles der Umwelt zuliebe mit dem Segen der Politik. Ob die Menschen in Down-Under das nun wollen oder nicht.

In Deutschland hingegen wird noch heftig diskutiert. Eine politische Maßnahme wird es hier zu Lande wohl nicht geben. Dabei herrscht eigentlich Einigkeit darüber, dass konventionelle Glühbirnen zu viel Energie verbrauchen und der Bedarf nach Alternativen besteht. Dass jedoch handelsübliche Energiesparlampen die Lösung sind, wird in Deutschland skeptisch hinterfragt. Vor allem die energetischen Vorteile werden gegen die finanziellen Nachteile kritisch abgewogen. Und dann ist da ja auch noch der ästhetische Gesichtspunkt. Schließlich will man ja nicht mit kalter Krankenhausbeleuchtung in der eigenen Wohnung leben. Eher bläuliches Licht zu verbreiten – dieser Ruf hängt den Energiesparlampen immer noch an.

Was ist dran an der Diskussion? Hier sind die Vorteile und Nachteile handlich aufgelistet:Punkte gegenüber der normalen Glühbirne sammelt die Energiesparlampe durch eine hohe Lichtausbeute, die ungefähr fünf mal so hoch ist, wie die einer handelsüblichen Glühlampe. Das heißt im Klartext, dass Energiesparlampen bei gleicher Helligkeit ca. 80 Prozent wenigerelektrische Leistung brauchen.Gleichzeitig hat der Käufer länger etwas von einer Energiesparlampe. Die Lebensdauer liegt imDurchschnitt ungefähr 5 bis 15mal höher, schwankt zwischenfünf und fünfzehn Tausend Stunden (ca. 3 bis 10 Jahre). Das führtdazu, dass die Energiesparlampen wirtschaftliche Spitzenreiter bleiben. Selbst höhere Anschaffungskosten sowie einen höheren Energieaufwand für die Produktion gleichen diese Dauerbrenner damit locker wieder aus. Noch ein Vorteil: Energiesparlampen entwicklen bei gleicher Lichtleistung weniger Wärme. In Zahlen sieht das dann folgendermaßen aus: Eine Leuchte mit einer 25 Watt Angabe kann man durch die Benutzung einer 20-Watt-Energiesparlampe auf die Helligkeit einer 100-Watt-Glühlampe hochpäppeln.

Doch haben die Energieleuchten auch ihre Schwächen. Ganz Ungeduldige haben wenig Freude an den Lampen, brauchen diese eine Vorheizphase von ca. drei Minuten bis sie ihre optimale Leuchtkraft erreichen. Das ist vor allem bei Lampen, die immer nur kurzzeitig gebraucht werden, ungünstig. Probleme können ebenfalls durch extreme Hitze oder Kälte auftreten. Gegenüber Überhitzung in geschlossenen Leuchten sind die Energiesparlampen anfällig. In solchen Fällen schlägt sich das dann auf die Lebensdauer nieder. Ein weiterer Nachteil ist, dass man die Lampen nicht dimmen kann – sie sind also nicht geeignet für Leute, die es von jetzt auf gleich romantisch haben wollen. Auch über die Farbwiedergabe der Energiesparlampen kann gestritten werden. Die Energiesparlampen sind bekannt für ihr kaltes eher bläuliches Licht. Doch das ist im Wesentlichen eine Frage des Preises. Inzwischen gibt es die Sparlampen auch schon in den Lichtfarben „extra warmweiß“ und „warmweiß“ für die gemütliche Stimmung zu Hause.

Informationen über die verschiedenen Modelle der Energiesparlampen erhalten Sie unter www.stiftungwarentest.de

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