Anbieter wechseln
Konkurrenz belebt bekanntermaßen das Geschäft. Das beste Beispiel hierfür
ist die Telekommunikationsbranche – leider ist der Gasmarkt jedoch
nicht mal annähernd so umkämpft. Trotzdem: Gerade in Ballungsgebieten
wie Berlin sind Gaskunden nicht einem Anbieter ausgeliefert, sondern
haben zumindest eine kleine Auswahl.
Preisstruktur des Gasversorgers
Sollte nur ein einziger Gasversorger zur Auswahl stehen, so lohnt oftmals
ein Blick auf dessen Preisstruktur. Eventuell werden Sondertarife (z.B.
Onlinetarife) angeboten, mit denen sich ebenfalls Kosten einsparen
lassen. Auch Preisgarantien können sich lohnen. Dabei räumt der Gasversorger
einen festen Tarif für einen bestimmten Zeitraum ein. Doch Vorsicht:
Der fixe Tarif muss attraktiv sein, sonst zahlt man bei schwankenden
Gaspreisen am Ende mehr ohne Preisgarantie.

Collage: Daniela Moll
Die Rechnung um den Preisaufschlag kürzen
Bereits hunderttausendfach haben erboste Gaskunden in Deutschland Preissteigerungen
ihrer Anbieter formal widersprochen und lediglich den alten Betrag
weiter bezahlt. Hintergrund hierfür ist der Umstand, dass die Anbieter
Preiserhöhungen durch die Offenlegung ihrer Kalkulation begründen müssen,
falls Kunden die sogenannte Unbilligkeitseinwendung erheben. Zu einer
solchen Offenlegung ist es bislang allerdings noch nie gekommen – wer
lässt sich schon gerne in die Karten schauen?
Aber Vorsicht! Man begibt sich hierbei auf eine juristische Reise, deren Ziel noch ungeklärt ist. Theoretisch kann es zu einer Gerichtsverhandlung sowie zu einer Nachzahlungsforderung kommen. Verbraucherschützer betrachten diesen Fall zwar als unwahrscheinlich, können ihn aber nicht ausschließen. Bevor man diesen Schritt geht, sollte man sich auf jeden Fall bei der Verbraucherzentrale oder einem Fachanwalt über mögliche Konsequenzen informieren. Eine Sorge ist jedoch unbegründet: Den Gashahn einfach zudrehen dürfen die Anbieter nicht.
Energie sparen
Die am häufigsten genannte und ökologisch verträglichste Möglichkeit,
die Gaspreiserhöhung aufzufangen ist nach wie vor: Energie sparen!
Ein bewusster Energieeinsatz, abgedichtete Fenster, geschlossene Türen
und sinnvoll praktiziertes Lüften lassen den Zähler langsamer voranschreiten
und sorgen für mehr Bares in der Tasche.
Weitere Infos: www.verbraucherzentrale.de | www.verivox.de
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