Gegen den Strom schwimmen

Wie man heimliche Stromfresser im Haushalt entlarven und für immer beseitigen kann

Merke:

Die größten Stromverbraucher im Haushalt

Weiterführende Links:
www.verbraucherzentrale-energieberatung.de
www.stromeffizienz.de
beratung.conrad.de

23 Uhr – jetzt heißt es Schlafengehen. Doch wenn Sie schon sanft eingeschlummert sind, macht einer heimlich Überstunden: Ihr Stromzähler. Der Grund: in fast jedem Haushalt gibt es versteckte Stromfresser. Obwohl scheinbar ausgeschaltet, verzehren einige Elektrogeräte unbemerkt Kilowattstunde um Kilowattstunde. Sie sind nicht vom Stromnetz getrennt und ziehen weiterhin Energie aus der Steckdose. Auch im Stand-by-Betrieb verbrauchen Fernseher, Stereoanlage & Co. völlig unnötig Strom. Für den Service, dass sich der Monitor automatisch einschaltet, wenn sie den Computer starten, zahlen Sie die Kosten. Im Einzelfall mag das nicht viel sein, in der Summe werden Umwelt und Geldbörse aber spürbar belastet.

Deshalb lautet die Parole: Stromfresser auf Diät setzen, damit ihnen die nächste Stromrechnung nicht die Haare vom Kopf frisst. Beim Aufspüren der Stromverschwender helfen Messgeräte, die es im Elektrofachhandel für rund 30 Euro zu kaufen gibt oder bei Verbraucherzentralen ausgeliehen werden können. So wird schnell klar, welches Gerät wie viel Strom benötigt. Sind die Quälgeister ausgemacht, hilft nur eins: Vom Stromnetz trennen, wenn sie nicht im Betrieb sind. Dabei leisten Steckerleisten mit Zentralschaltern oder so genannte Master-Slave-Steckdosen gute Dienste. Ebenso können Zeitschaltuhren vermeiden, dass die Geräte rund um die Uhr mit Energie versorgt werden.

Andere Stromfresser im Haushalt sind weniger geheimnisvoll – ihr hoher Stromverbrauch bei Betrieb basiert einfach auf einer schlechten Energieeffizienz. Daher sollte schon beim Einkauf auf den Verbrauch geachtet werden. Und bei alten Geräten kann sich der Ersatz durch ein energiesparendes Modell schnell auch wirtschaftlich rentieren.

Übrigens: Die größten Stromfresser im Haushalt sind Sauna und Solarium, beheizte Wasserbetten und Aquarien oder die heimische Klimaanlage. Wer sich auf diesem Wege Erholung und Entspannung für den Feierabend ins Haus holt, sollte beim Kauf die Abschlagszahlung an den Stromversorger gleich deutlich erhöhen, um von der Stromjahresabrechnung nicht überrascht zu werden. Alle anderen können die gesparten Anschaffungs- und Energiekosten gleich in den nächsten Strandurlaub investieren.

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