Zweimal (Miete) gezahlt ist einmal zuviel

Wie Nebenkosten zu Buche schlagen und was man gegen die „zweite Miete“ machen kann

Man kann es schwarz auf weiß in der Zeitung lesen oder zum Beweis einfach mal einen Blick ins eigene leere Portemonnaie werfen: Die Energiekosten steigen und mit ihnen der Frust der Verbraucher. Schon ist von der „zweiten Miete“ die Rede. Was soviel heißt, dass die Ausgaben für Strom, Heizung und Warmwasser teilweise sogar die Kaltmiete an Kosten verdoppeln. Für das Problem gibt es zwei Lösungsmöglichkeiten: den Kopf in den Sand stecken und auf bessere Zeiten hoffen oder aktiv etwas für den eigenen Geldbeutel tun. Dabei gilt auch hier: Erkenntnis ist der erste Schritt zur Besserung. Ein regelmäßiger Blick auf die Zähler schreckt ab und lässt erwiesener Maßen bis zu 20 Prozent weniger Energie durch Rohre und Leitungen rauschen. Denn einen Teil der Nebenkosten kann man schon durch relativ einfache und unkomplizierte Tricks im Haushalt einsparen. Schwieriger dagegen ist es, den unverschuldeten, verdeckten Stromklau zu lokalisieren. Der entsteht durch den so genannten Leerlaufverlust, der verschiedene Ursachen haben kann. Die bekannteste ist mit Sicherheit das Schreckgespenst „Stand-by“. Geräte gehen nach dem Normalbetrieb in einen Bereitschaftsmodus über. Der ist zwar bequem, dafür aber teuer. Doch selbst wer bewusst auf den schnellen Luxus bei seinen Geräten verzichtet und häufiger den Aus-Knopf drückt, ist noch lange nicht auf der sicheren Seite. Vor allem bei Computern wird die Verbindung zum Netz meist nicht vollständig getrennt. Die Konsequenz: Er frisst weiter Strom. Bei anderen Elektrogeräten sucht man von vornherein vergeblich nach einem Knopf zum Ausschalten. Doch wie findet man die schwarzen Schafe im Haushalt? Ein guter Startpunkt ist in Berlin die „Bürgerberatung Energie und Umwelt“. Nach einem Beratungsgespräch kann man dort ein Kontrollgerät zur Ermittlung von Stromverbrauch und -kosten umsonst ausleihen. Solche Energiemonitoren werden ganz einfach zwischen Steckdose und Verbraucher geschaltet und zeigen an, welche Geräte wie viel verbrauchen – auf Wunsch auch genau in Euro und Cent. Hat man keine Zeit für eine Beratung, geht es auch ohne: Einen Monitor gibt es im Elektronikhandel schon ab etwas 20 Euro. Eine kleine Summe im Vergleich zum Spareffekt.

Adressen für Energieberatung:
Bürgerberatung Energie und Umwelt (Anmeldung telefonisch: 030-301 60 90)
Verbraucherzentrale Berlin www.verbraucherzentrale-berlin.de

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