
Alle Mann an Bord! Doch offensichtlich hat hier jemand die Schwimmwesten
vergessen … Was nun? Aussteigen, abseilen, Helm aufsetzen? Tut uns
leid, die völlige Sicherheit gibt es nicht. Aber es lohnt sich sicher,
die selbst gewählten Maßnahmen einmal zu überdenken. Was gerade in
Sicherheitsfragen aktuell ist, erfahren Sie z.B. hier und cartoontechnisch
natürlich auf www.toonpool.com.
Statistisch gesehen wird in Deutschland alle zwei Minuten eingebrochen. Jeder Einbruch verursacht einen durchschnittlichen Schaden in Höhe von 2442 Euro, so die Zahlen der Initiative für aktiven Einbruchschutz „Nicht bei mir“. Ist die Angst vor einem materiellen Schaden schon beunruhigend, so steigt das schlechte Gefühl zusätzlich, wenn man den seelischen Schaden bedenkt, der bei Einbruchsopfern entsteht. Denn jeder Einbruch ist ein empfindlicher Eingriff in die Privat- und Intimsphäre und kann große psychische Belastungen verursachen. Studien zufolge leiden viele Einbruchsopfer unter Ängsten, Schlafstörungen und Nervosität. Hinzu kommt die stetige Furcht vor einem wiederholten Einbruch.
Dabei ist es gar nicht schwer, sich vor ungebetenen Gästen zu schützen. Die Erfahrung zeigt, dass bereits durch kleine Sicherheitsmaßnahmen das Risiko eines Wohnungseinbruchs deutlich verringert werden kann. So verwundert es auch nicht, dass von den insgesamt 6285 registrierten Einbrüchen in Berlin im Jahr 2006 immerhin 37,4% scheiterten. „Schuld“ sind oftmals einfachste einbruchshemmende Maßnahmen, wie z.B. ein zusätzliches Schloss oder ein so genannter Sperrbügel. Denn bei den wenigsten Wohnungseinbrechern handelt es sich um gut ausgerüstete Profis, sondern vielmehr um Gelegenheitstäter mit einfachem Werkzeug. Diese lassen glücklicherweise bereits bei geringen Schwierigkeiten von ihrem Vorhaben ab: Benötigen Einbrecher länger als fünf Minuten, um sich Zutritt zu verschaffen, so geben sie ihr Vorhaben in der Regel wieder auf.
Haus- und Wohnungsbesitzer sowie Mieter können sich somit durch relativ simple Sicherungsmaßnahmen an Türen und Fenstern vor Einbrüchen schützen. Sind die Fenster und Türen veraltet und leicht aufzubrechen, so können diese technisch nachgerüstet werden. Profizylinder mit Bohrschutz, im Mauerwerk verankerte Schließbleche, Sperrbügel, Fensterbeschläge und Verbundsicherheitsgläser – Einbrechern kann man auf vielfältige Art und Weise im wahrsten Sinne des Wortes einen Riegel vorschieben. Zu den elektronischen Möglichkeiten, die eigenen vier Wände einbruchsicherer zu machen, gehören bewegungsgesteuerte Überwachungskameras, je nach Überwachungsbereich für den Innen- oder Außeneinsatz. Sie liefern das Bildsignal per Kabel oder per Funk an einen Empfänger. Die Modelle für den Außeneinsatz sind spritzwassergeschützt oder verfügen über ein wetterfestes Gehäuse. Die meisten Kameras haben eine integrierte LED-Infrarot-Beleuchtung, Personen im überwachten Bereich werden damit auch bei völliger Dunkelheit sichtbar.

Alle Übeltäter im Blick: Überwachungskamera
Neben dem klassischen Bauformen gibt es Mini-Kameras, die sich unauffällig und verdeckt platzieren lassen. Wer etwas mehr in seine Sicherheit investieren möchte, installiert zusätzlich eine Video-Türsprechanlage, damit man stets weiß, wer Einlass begehrt. Hat man echte Werte zu schützen, sollte man ernsthaft über eine Alarmanlage nachdenken. Hierbei lässt man sich am besten in einem Fachgeschäft wie z.B. Conrad Electronics beraten. Die Experten unterscheiden zwischen der Überwachung des Äußeren eines Gebäudes und der Räume im Innern. Zur äußeren Sicherung dienen z.B. elektronische Kontakte, die registrieren, wenn Türen oder Fenster von außen geöffnet werden. Für die Überwachung im Gebäude sorgen Infrarotmelder, die etwa auf Temperaturveränderungen reagieren. Die Anlagen lassen sich mit einer Sirene verbinden, große Wirkung zeigt aber die lautlose Meldung. Dabei informiert die Alarmanlage über das Telefonnetz ein Wachunternehmen. In 80% solcher Fälle konnte ein Einbrecher noch am Ort geschnappt werden.
Aber bereits ein paar einfache Verhaltensregeln senken das Einbruchsrisiko. Es mag banal klingen, doch die wohl wichtigste Maßnahme ist, die Wohnung bei deren Verlassen abzuschließen. Nicht abgeschlossene Wohnungstüren, die lediglich zugezogen wurden, sind auch für laienhafte Einbrecher keine echte Hürde und in Windeseile geöffnet. Außerdem sollte stets die Anwesenheit der Bewohner signalisiert sein, auch wenn diese in Wahrheit gar nicht Zuhause sind. Gerade während des Urlaubes ist eine Zeitschaltuhr ein wichtiges Mittel zur Einbruchsprävention. Freunde und Nachbarn können zusätzlich Abhilfe schaffen, indem sie über die Abwesenheit informiert sind und regelmäßig die Rollläden hoch-, bzw. herunterlassen, den Briefkasten leeren und ein wachsames Auge haben. Dem kleinen Aufwand steht ein großer Nutzen entgegen: Eine unversehrte Privat- und Intimsphäre.
Weiterführende Informationen über einen wirksamen Schutz vor Wohnungseinbrüchen erhalten Sie auf den folgenden Internetseiten: www.nicht-bei-mir.de | www.einbruchschutz.polizei-beratung.de | www.conrad-security.de | beratung.conrad.de

Knistern in der Dunkelheit – Der Schreck war groß, als in der Wohnung eines Redakteurs der Strom ausfiel und jede neue Sicherung sofort durchbrannte. Doch die Elektriker klärten ihn auf: Es war Glück im Unglück, dass die Sicherungen durchbrannten, sonst hätte auch leicht ein Kabelbrand entstehen können! Die Neue Wohnung wollte wissen, welche Gefahr hier im Verborgenen liegt und sprach mit Carsten Joschko, Vorstandsvorsitzender der Elektro-Innung Berlin.
Herr Joschko, weshalb können elektrische Anlagen in Gebäuden
zum Brandherd werden?
In jedem Gebäude fließt Strom nicht nur durch Leitungen, sondern auch
durch etliche Verbindungsstellen, in Fachkreisen Klemmstellen genannt.
Dazu zählen zum Beispiel die Stromkreisverteiler, der Sicherungskasten,
aber auch jede einzelne Steckdose. Die Klemmstellen weisen im Lauf
der Zeit sehr viel mehr Verschleiß auf als die Leitungen an sich, da
sie durch Oxydation und Korrision in Mitleidenschaft gezogen werden.
Sie altern quasi durch den Stromverbrauch. Je verschlissener Klemmverbindungen
sind, desto stärker erhitzen diese sich, weshalb es zu Knistern und
Funkenbildung und im schlimmsten Fall zur Brandbildung kommen kann.

Lieber den Fachmann ranlassen – mit Elektrik ist nicht zu spaßen.
Sind Altbauwohnungen aufgrund alter elektrischer Anlagen besonders
gefährdet?
Wenn diese nicht saniert wurden und die Elektroanlagen dementsprechend
alt sind, dann ja. Es gibt in Berlin noch so manche Altbaubestände,
die zum Teil Jahrzehnte alte Leitungen aus ihrer Entstehungsphase aufweisen.
Die Ummantelungen sind dann dementsprechend veraltet und abgenutzt.
Hinzu kommt, dass der Verbrauch an Elektroenergie in den Haushalten
erheblich zugenommen hat. Denken Sie allein an den Einsatz von Geschirrspülern,
Waschmaschinen oder Wäschetrocknern. Dafür waren diese alten Anlagen
natürlich nie konzipiert und eine Nachrüstpflicht. gibt es leider nicht.
Können mangelhafte elektrische Anlagen im Vorfeld erkannt und
der schlimmste Fall somit verhindert werden?
Ja, es gibt die Möglichkeit, elektrische Anlagen messtechnisch zu überprüfen.
Die Handwerksbetriebe der elektrotechnischen Innungsverbände bieten
zu diesem Zweck den „E-CHECK“ an. Hier wird mittels hochwertiger Messtechnik
überprüft, ob alle elektrisch leitenden Teile innerhalb der Wohnung
noch die richtigen Isolationswerte aufweisen – das ist vorbeugender
Brandschutz!. Zudem steht die Wirksamkeit der Schutzmaßnahme auf dem
Prüfstand, um den Personenschutz gewährleisten zu können. Des Weiteren
wird die Anlage einer Sichtprüfung unterzogen und es werden Empfehlungen
zu ihrer Verbesserung und Energieeinsparmöglichkeiten aufgezeigt.
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Weiterführende Links:
www.e-check.de
www.elektroinnungberlin.de
Müssen die elektrischen Leitungen und Verbindungen zu diesem
Zweck freigelegt werden?
Erst einmal nicht, denn zunächst sind alle notwendigen Werte anhand
von Messgeräten bestimmbar. Doch falls diese Werte nicht in Ordnung
sind, so besteht eventuell Handlungsbedarf und hierdurch kann die Notwendigkeit
geschaffen werden, die Elektrik innerhalb der Wohnung freizulegen.
Dies sollte aber grundsätzlich nur durch einen Fachmann geschehen.
Ich weiß aus eigener Erfahrung als Sachverständiger leider nur zu gut,
welch große Schäden durch Elektroinstallationen der „Marke Eigenbau“
verursacht werden können. Auch die in Baumärkten erhältlichen Messinstrumente
sind ohne einen Fachmann, der dieses fachgerecht bedienen kann, leider
keine große Hilfe.
Wer ist für die Überprüfung der elektrischen Anlage verantwortlich?
Der Hausbesitzer, da er mit dem Haus gleichzeitig auch dessen Elektroanlage
besitzt. Somit muss er auch die Kosten für einen entstandenen Schaden
oder im Vorfeld für den E-CHECK übernehmen. Leider sind sich die Besitzer
ihrer Verantwortung nicht immer bewusst und veranlassen keine Überprüfungen,
obwohl die Berufsgenossenschaft empfiehlt, alle 4 Jahre die Elektrotechnik
einem Check zu unterziehen. Doch auch Mieter tragen durchaus Verantwortung,
schließlich können nur sie etwaige Mängel in der Wohnung erkennen und
sind deshalb anzeigepflichtig. Wenn ich also zum Beispiel eine lockere
oder zerbrochene Steckdose in meiner Wohnung habe, welche die Klemmverbindungen
schon nicht mehr richtig abdeckt, so muss ich das meinem Vermieter
melden, der wiederum für die Reparatur einen Fachbetrieb beauftragen
muss.
Woran können Laien noch erkennen, dass die Elektrik in der eigenen
Wohnung eventuell nicht mehr einwandfrei funktioniert und einer Überprüfung
bedarf?
Wenn das Licht nach dem Einschalten flackert, so ist dies ein möglicher
Anhaltspunkt dahingehend, dass Klemmverbindungen verschlissen sind
– vor allem wenn dies wiederholt auftritt. Auch wenn andere elektrische
Geräte eingeschaltet werden und dabei das Licht flackert, so ist dies
kein gutes Zeichen. Doch das ist wohlgemerkt nur ein Anhaltspunkt,
denn das Problem könnte auch die Leuchte selbst sein. Auf jeden Fall
sollte der Laie keine Eigenreparaturen vornehmen, denn als solcher
hat er aus Sicherheitsgründen grundsätzlich nichts an der elektrischen
Anlage zu suchen und sollte sich immer an einen Fachbetrieb wenden.
Carsten Joschko ist öffentlich bestellter und vereidigter Sachverständiger für Elektrotechnik (Handwerkskammer Berlin) und Mitinhaber von „Ralf und Carsten Joschko Elektrotechnik“.
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