Was tun bei Wasserschäden in der Wohnung?
Jederzeit frisch fließendes Wasser ist im Haushalt eine Wohltat
und Hilfe. Aber wehe, das kühle Nass taucht dort auf, wo man es
nicht haben will: an der eigenen Decke oder Wand. Wasser kann die Bausubstanz
schnell und nachhaltig schädigen und gesundheitsgefährdenden
Schimmel verursachen. Wenn sich also an der Zimmerwand ein nasser Fleck
auftut, ist schnelles Handeln gefragt. Manchmal ist es aber gar nicht
so leicht herauszufinden, woher das ungewollte Nass denn stammt. Das
Institut für angewandte Bauwerksdiagnostik (IFAB) empfiehlt einige
schnelle Grundmaßnahmen:
- Wasseruhr kontrollieren
Zunächst sollte man prüfen, ob das Wasser kontinuierlich
tropft. Wenn nein, handelt es sich meist um einen Regenwasser- oder
Abwasserschaden. Wenn ja, müssen sofort alle Verbrauchsstellen
im Haus/ in der Wohnung abgestellt werden und die Wasseruhr kontrolliert
werden. Dreht die sich weiter, sprudelt irgendwo ein Leck in den Leitungen.
In diesem Fall die Wasserzufuhr sofort abstellen und die Hausverwaltung
benachrichtigen.
- Fleck analysieren
Typisch für Wasserschäden die nichts mit dem Heizungs- und
Lüftungsverhalten zu tun haben, sind Wasserflecken mit gelbem
oder braunem Rand, oft begleitet von hohl liegendem, gelockertem Putz.
Liegt die Schadenstelle in der Nähe von Balkonen oder Dach-Entwässerungsleitungen?
Dann sollten Regenrinne und Abläufe auf Verstopfungen kontrolliert
und ggf. gereinigt werden. Fehlen die Ränder am Fleck und kann
man stippenartigen Schimmelbesatz beobachten, muss eher das Heiz- und
Lüftungsverhalten optimiert werden. (Räume tagsüber
auf über 20oC beheizen und regelmäßig stoßlüften,
so als wäre die Luft vergiftet.)
- Abwassersystem und Abdichtungen testen
Riecht das Tropfwasser modrig oder gar nach Fäkalien, könnte
das Abwassersystem schadhaft sein. Woher das Schmutzwasser stammt,
kann anhand eines einfachen Farbprüftests festgestellt werden.
Badewanne, Toilette, Waschbecken füllt man getrennt mit verschiedenfarbigem
Wasser (Färbemittel gibt es in der Apotheke oder im Baumarkt)
und wartet dann ab, wie der Fleck sich färbt. Oft ist es aber
nicht der Abfluss oder das Abflusssystem, sondern die Abdichtung zwischen
Bade-/Duschwanne und Fliesen, die defekt ist. Deren Fugenabdichtung
kann kontrolliert werden, indem eine möglichst schwergewichtige
Person in die Wanne steigt. Tut sich dann ein Spalt auf, ist die Schadenstelle
schnell gefunden. Undicht erscheinende Fugen können auch durch
Dauerberieselung mit der Handbrause getestet werden.
- Hausverwaltung benachrichtigen
In jedem Fall sollte parallel zu diesen Maßnahmen immer so schnell
wie möglich der Vermieter bzw. die Hausverwaltung kontaktiert
werden. Damit Schäden und Renovierungsmaßnahmen begrenzt
bleiben und man bald wieder fröhlich in der Wanne planschen kann!
››› weitere Infos auf www.ifab.de