Die perfekte Wohnung zu finden ist eine Sache – dort tatsächlich auch einzuziehen eine andere. Denn bevor ein Mietvertrag unterschrieben wird, muss eine entscheidende Hürde auf dem Weg zum Traumdomizil gemeis-tert werden: die Wohnungsbesichtigung. Wir sagen, worauf es dabei ankommt.

Wohnungsbesichtigung: Bitte nicht nur die Aussicht genießen! ( Foto:
www.aboutpixel.de, schmidt.koeln)
Holzauge, sei wachsam!
Nach Sichtung der Inserate müssen Suchende beim Besichtigungstermin
zuerst die harten Fakten prüfen: Welchen Eindruck machen Wohnumfeld
und Mietshaus? Wie ist die Wohnung geschnitten? Wie gut sind Elektroinstallation
und Heizung? Entspricht die Ausstattung von Küche und Bad Ihren Vorstellungen?
Muss renoviert werden? Sind Haustiere erlaubt? Ist der annoncierte
Preis der endgültige oder gibt es versteckte Kosten, z. B. über Abstandszahlungen?
Es empfiehlt sich, diese Punkte vorher zu notieren, um sie vor Ort
klären zu können.
Der Besichtigungstermin sollte möglichst werktags und bei Tageslicht
stattfinden. So erhält man den besten Eindruck vom alltäglichen Geräuschpegel
der Umgebung und der Helligkeit der Wohnung. Außerdem lassen sich eventuelle
Mängel so am ehesten erkennen.
Sympathisch und solvent
Entspricht die Wohnung den Vorstellungen des potenziellen Mieters,
steht dem Wohnglück noch die Entscheidung des Vermieters im Wege. Wer
über ein angemessenes und sicheres Einkommen verfügt, kommt bei der
Vergabe mit Sicherheit in die engere Wahl. Bei der letztendlichen Kür
des Kandidaten lassen sich die Vermieter aber nicht in die Karten schauen.
So ist es für den einen besonders wichtig, dass sich der Mieter in
das Viertel und die bestehende Klientel einfügt. Ein anderer hat vielleicht
ein verborgenes Herz für junge Paare oder Aquariumbesitzer und ein
dritter legt besonders viel Wert auf die Chemie zwischen ihm und dem
Interessenten.
Um den Vermieter trotz dieser Unwägbarkeiten günstig zu stimmen, ist
ein angemessenes, höfliches und seriöses Auftreten beim Besichtigungstermin
die sicherste Option. Das gilt vor allem für die Kleiderwahl. Verzichten
sollten Interessenten natürlich auf Geldgeschenke oder anderweitiges
materielles Entgegenkommen. Das ist in den meisten Fällen der berühmte
Schuss nach hinten, der die Suche nach der Traumwohnung wieder von
Neuem beginnen lässt.
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